FREITAG DER 13.: Einleitung

Die wilden 80er…

Damals, vor dem glorreichen Zeitalter von DVD und BluRay gab es bereits andere Medien… Super8-Filme zum Beispiel, aber ganz soweit wollen wir heute dann doch nicht zurückgehen. Ich spreche hier von den klobigen großen Dingern, die Nostalgikern unter dem Namen Video-Kassetten bekannt sind.

Tjaha, und an jeder Straßenecke gab es dann so zwielichtige Schuppen, wo man sich die einschlägigen Filme ausleihen konnte… natürlich zumeist in teutonisch-jugendfreundlich zurechtgeschnippelter Form. Okay, das ist bei den DVD’s heute ja auch nicht viel anders, wenn man sich so die ein oder andere Neuerscheinung ansieht…

Da erinnere ich mich noch gut dran… Samstagabends, sonst nix besseres vor, also noch mal flugs in die Jogging-Botz gesprungen und dann mit ner leckeren Flasch’ Kölsch in der Pfote und der damaligen Herzdame im Arm gen Vorstadt-Videothek gepilgert. Mal schauen, was es da so neues gibt…
Da gab es der Arnold, den Jean-Claude, Norris, Presswurst Seagal, den dödeligen Dudikoff und nicht zu vergessen Cynthia Rothrock. Aber das war ja nur die Action-Ecke. Mein Weg führte immer zielstrebig zu härterem Schund.

Eine ganze Zeit lang stand jedes Jahr zuverlässig wie die Maurer der neue Teil einer Horror-Film-Serie namens „Freitag der 13.“ im Regal.
Ein solcher musste natürlich sofort mitgenommen werden, das war Pflicht!
Da gab es dann immer lustige Diskussionen.

Herzdame: „Öööh, nich’ der Scheiß schon wieder. Da passiert doch immer dasselbe!“

Der Kommissar: „Ja, das ist doch völlig klasse. Tumbe Gehirnzwerge, die auf ulkige Weise in ihre Bestandteile zerlegt werden! Und Hockey-Masken! Und nackige Brüste!“

Herzdame: „Grmpfh!“

Letztendlich endete die Diskussion dann damit, dass der neue „Freitag“-Film einfach mitgenommen wurde. Für den späteren Teil des Abends folgte dann aber meist noch ein Streifen aus der blumigen Reihe „Abgespritzt“. Nach dem Horror-Gemetzel sollte es ja auch noch mal kuschelig werden. Romantik ist schließlich alles!

Welcome to Camp Crystal Lake

Aber ich schweife ab…

Der erste Teil der „Freitag der 13.“-Serie wurde im sonnigen Jahr 1980 von Sean S. Cunningham in die Welt gekotzt, quasi als Nachzügler zu John Carpenters unglaublich erfolgreichem „Halloween“.
Cunningham, der auch schon Wes Cravens ruppigen „Last House on the left“ aka “Mondo Brutale” (zu diesem Film vielleicht demnächst mehr) produziert hatte, lieferte mit seinem ersten Friday-Streifen eine auch heute noch höchst unterhaltsame Schlacht-Platte ab, die sich zwar an „Halloween“ deutlich orientierte, aber dafür umso mehr Blut und Hupen bot. Allerdings hätte sich Mr. Cunningham damals wohl nicht im Traum gedacht, dass sich sein Metzel-Epos zu einer derartigen Serie entwickeln würde.
Kevin Bacon, der im ersten Teil einen der strunzdummen Teenies spielt und überdies bei einem schwitzigen Geschlechtsakt den nackigen Hintern herzeigen darf, bevor er formvollendet dahingemeuchelt wird, wohl auch nicht….

Im Zuge der Neuverfilmung, die letzte Woche in den deutschen Lichtspielhäusern angelaufen ist, wollen wir uns nun in loser Folge nacheinander mit den einzelnen Filmen der Reihe beschäftigen.

Der Kommissar wünscht viel Vergnügen 😉

Kommissar Lehmann

Autor: Kommissar Lehmann

Wenn ihr euch bewegt, sehe ich das!

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