RETURN TO HORROR HIGH (OT: RETURN TO HORROR HIGH, USA 1987)

Regie: Bill Froehlich
Drehbuch: Bill Froehlich/Mark Lisson/Dana Escalante/Greg H. Sims
Produzent: Mark Lisson
Laufzeit: 95 Min./Farbe

Darsteller: Brendan Hughes (Steven Blake), Lori Lethin (Callie Cassidy/Sarah Walker), Pepper Martin (Chief Deyner), Maureen McCormick (Officer Tyler), George Clooney (Lover), Vince Edwards (Richard Birnbaum), Al Fann (Amos) u.a.

Handlung: 1982 wurde die Crippen High School von einem reichlich nervösen Töter heimgesucht, dessen man jedoch nicht habhaft werden konnte. Tja. Fünf Jahre später kommt die Film-Firma Cosmic Pictures auf die schneidige Idee, aus dem blutigen Stoff einen noch blutigeren Film zu kurbeln.

Gesagt, getan. Man rückt also mit Schauspielern, allerlei Technik und sonstigem Drumherum an besagter High School an und beginnt sogleich mit der Arbeit. Blöd nur: Dem Killer scheint’s in der Zwischenzeit fad geworden zu sein, denn zack! beginnt er sein schuftiges Handwerk von neuem, was zu erheblichen Dezimierungen unter den Filmleuten (u.a. muß der junge George Clooney in seiner ersten Kino-Rolle schon nach fünf Minuten dran glauben) führt; mal wird mittels Windmaschine gemeuchelt, mal via gruseliger Treibsandgrube, mal – recht konventionell – mit dem Beil. Der Clou: Stets ist ein Neger – pardon, der Hausmeister schwarzafrikanischer Herkunft – zur Stelle, der seelenruhig das Blut aufwischt. Wir lernen: Es ist ein Kreuz mit den 1-Euro-Jobs.

Im Verlaufe des kollektiven Dahinscheidens tritt auch die Polizei auf den Plan, dies wiederum in Gestalt des grantigen Ober-Polizisten Deyner und seiner blonden, drall-hupigen Mit-Polizistin Tyler, die im Laufe der Zeit – welche sie sich in erster Linie mit dem Einsammeln von Leichenteilen vertreibt – kontinuierlich blutverschmierter des Weges kommt, was sie dennoch nicht im mindesten davon abhält, im blutigsten Getöse den ein oder anderen Cheeseburger zu verzehren. Gemeinerweise verwischen sich – recht clever, wie der Chronist einräumt – die Grenzen zwischen Film und Film-im-Film, sodaß man nicht wirklich sicher sein kann, wer denn nun tatsächlich dahingestreckt wurde.

Immerhin: Ordnung muß sein, auch beim Kintopp, und so werden alle Leichen sorgfältig vor der High School ins Gras gelegt, in Reih und Glied, wie man so schön sagt (was natürlich in einem feucht-fröhlichen 80er-Splatterfilm nicht einer gewissen Doppeldeutigkeit entbehrt). Gegen Ende des Films sammeln besagte Leichen ihre Einzelteile ein und gehen nach Hause. Kein Witz. Ach, ja: Als Schänder mit dem Ständer erweist sich schlußendlich der Herr Schuldirektor (welcher sich wiederum als Vater des Drehbuchschreibers outet), brav mit einer selten doofen Plastikmaske ausgestattet; allein, es hilft nix, unser Held nagelt ihn unter Zuhilfenahme eines Speeres an die Wand. Das ergibt zwar alles überhaupt keinen Sinn, macht aber ziemlich viel Freude.

Anmerkungen: Was soll ich sagen? Freunde, es waren die 80er, Videotheken waren en vogue, und einer schöner, freilich dödeliger Comedy-Slasher wie ‚Return To Horror High‘ war damals – zu seligen VHS-Zeiten – ein echter Bringer (Frank Herbert, weghör’n!). Ich gebe zu: Ich mochte diesen Film im Jahre 1988, ich mag ihn heute noch. Obgleich man natürlich anmerken sollte – große Kunst ist dieser Streifen nicht, und es erschließt sich mir keineswegs, aus welch‘ sinistrem Grunde man hierfür vier Drehbuch-Schreiberlinge benötigte. Dennoch hat der Film alles, was man sich nur wünschen kann: Das übliche Personal aus Arschloch, Nerd, Held und Heldin, es gibt völlig verblödete Polizisten, einen kreativen Axtschwinger und vor allem: Maureen McCormick, die in ihrer Polizei-Uniform einfach heiß bis zur Hirnschmelze ist. Jaja, ich weiß, einen echten Plot hat der Film nicht, das grós der darstellenden Bevölkerung ist schlichterdings grauenhaft, aber der Film verbucht auf der Habenseite Blut, Gemetzel, quietschende Türen, leergefegte Schulgänge, Tits & Ass, prima Effekte, die einem – sofern man nostalgisch unterwegs ist – das eine oder andere Tränchen ins Auge treiben. Schnüff. Und wer kann dazu schon Nein sagen?

Christian Dörge

Autor: Christian Dörge

... der magische Gast-Autor! ...

Ein Gedanke zu „RETURN TO HORROR HIGH (OT: RETURN TO HORROR HIGH, USA 1987)“

  1. Oh ich begrüße unseren neuen Gastreviewer. Willkommen in diesen heiligen Cyberhallen. Anhand der Review erkenne ich allerdings schon das wir viel Spaß hier haben werden. 80er Jahre Splatter aufgewertet mit Hupen, das klingt nach einem lustigen Abend.

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