Terminator: The Sarah Connor Chronicles

Aus aktuellem Anlass gibt es diese Blitz Review, denn am Freitag lief die letzte Folge der zweiten Staffel und es sieht nicht rosig aus für Sarah Connor und ihre Chronicles, denn sowohl Protagonisten als auch die Serie selber schauen einer ungewissen Zukunft entgegen.

Anfang letzten Jahres startete Fox Terminator: The Sarah Connor Chronicles ins Rennen. Der Hype war ziemlich groß und die Serie lief unter großen Erwartungen an. Viele Leute waren enttäuscht und sahen das ganze als billigen Aufguss der Filme die die selbe Geschichte immer und immer wieder erzählt. Was mich betrifft ich war absolut begeistert. Die Serie entsprach genau dem was ich mir unter einer Terminator Serie vorstelle. Nämlich zwei Terminatoren schlagen sich die Fresse ein und erzeugen dabei noch einen beachtlichen Sachschaden während Sarah versucht John aus der Schusslinie fernzuhalten und das beste die Serie ignorierte den dritten Film total.

Wie der Name schon impliziert sollte Sarah die tragende Rolle der Serie haben aber schon im Piloten wurde klar das dies nicht der Fall war, denn wie gesagt was eine Terminator Serie braucht ist ganz klar ein Terminator. Das war der Punkt wo meiner Meinung nach die Serie genau das geliefert hat was sie verspricht. Wir bekamen mit Cameron ein neues unbekanntes Terminator Modell und es war eigentlich egal ob sie durch Windschutzscheiben flog oder durch Wände ging es war einfach nur super. Die leider viel zu kurz geratene erste Staffel (wir erinnern uns es war ein Autorenstreik) endete mit einem doch recht amüsanten Cliffhanger.

Genau dies ist der Punkt wo sich die Serie um 180° drehte. Was als genialstes Staffel Opening aller Zeiten beginnt und noch eine geniale erste Folge war fängt langsam aber beständig an zu degenieren.

Immer mehr Charaktere werden eingeführt, der Fokus der Show sind nicht mehr die Terminator sondern nervige neben Handlungen. Ich bin mir absolut im klaren darüber das eine Serie nicht über die selben finanziellen und zeitlichen Mittel wie ein Kinofilm verfügt. Ich erwarte nicht das eine Lena Headey sich monatelang Muskeln an trainiert nur um Linda Hamiltons Arme zu kopieren. Ich erwarte auch nicht explodierende Hochhäuser oder die Verfolgungsjagd aus T3 wo halb LA niedergerissen wird. Was ich allerdings auch nicht sehen will ist ein Terminator der mit Vögeln spricht oder Wäsche macht, während John mit seiner Freundin Händchen hält und was ich auf absolut gar keinen Fall sehen möchte sind drei Folgen hintereinander die in Sarahs Kopf spielen und wo absolut nichts passiert! Sowas kann man eine ja sogar zwei Folgen mitmachen aber fast die komplette zweite Staffel besteht aus solchen Folgen und selbst der größte Fan kommt sich doch ein wenig verarscht vor wenn er sowas vorgesetzt bekommt. Denn selbst wenn die Folgen in denen dann mal Action vorkommt sich damit begnügen das Cameron Pfannkuchen für John macht, frage ich mich: was gucke ich hier eigentlich?

Es scheint das den Machern dann in den letzten Folgen dann doch noch ein Licht aufgegangen ist, denn die allzu nervigen Nebencharaktere werden gnadenlos nach der Reihe getötet und selbst Cameron die 35 Minuten in einer Folge die Wäsche gebügelt hat darf dann noch in den letzten 10 Minuten das eine oder andere Auto umtreten. Besonders die letzte Folge kann noch ein paar Punkte kassieren in der Cameron dann in bester Arnie Manier ein Gefängnis voll mit Polizisten stürmt, alles natürlich in einer Fernsehen freundlichen Fassung. Alles im allem ein nicht ganz so schlechtes Ende für eine sehr schlechte zweite Staffel, das aber dennoch einen faden Beigeschmack hat, denn der Versuch mit dem bald anlaufenden neuen Terminator Film schnell noch eine Verbindung zu erzwingen ist einfach unnötig.

Noch eine Sache die mir ganz übel hoch kommt ist der Subtext zwischen den Charakteren, nämlich das leidige John/Cameron. Mir ist egal wie sehr beschädigt Camerons Chip ist, sie ist eine Maschine sie kann keine Gefühle haben. Klar ist es verständlich das John einer abgeht wenn Cameron in ihrer Unterwäsche durchs Haus spaziert aber dabei sollte das Ganze auch enden.

Mein Fazit: Die Sarah Connor Chronicles haben sich selber vernichtet, Fox’s brillanter Plan die Serie auf den todbringenden Freitag Abend Slot zu schieben hat ihr dann den Rest gegeben. Ich denke nicht das es noch eine dritte Staffel geben wird und ganz ehrlich wenn die dritte Staffel da weiter macht wo die Zweite aufhörte, will ich das auch garnicht. Schade um Summer Glau ihre Darstellung von Cameron war gut und sie hätte es eigentlich verdient im neuen Film dabei zu sein anstelle von diesem möchtegern Arnie.

Atali

Autor: Atali

...mags nordisch-kalt und spielt gern Fangen mit Conan ;)

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